19. Internationales Seminar für Pastorinnen und Pastoren

"Ethische und soziale Aspekte der Theologie von Martin Luther"
vom 2. - 16. März 2019

Prof. Dr. Lubomir Bátka (Universität Bratislava/Slowakei) und Dr. Hoyce Mbowe (Tumaini Universität Dar es Salaam/Tansania) arbeiteten intensiv mit 20 Teilnehmern aus allen LWB-Regionen (Indonesien, Indien, Australien, Südafrika, Simbabwe, Kamerun, Liberia, Suriname, Kolumbien, Chile, USA, Schweden, Dänemark, Estland, Ungarn, Frankreich und Deutschland) an diesem Thema. Die Struktur des Seminars mit Vorträgen, Diskussionen, Exkursionen und dem von Teilnehmenden vorbereiteten internationalen Essen an mehreren Abenden war ein idealer Rahmen für die theologische Weiterbildung und das Kennenlernen der historischen Orte. Die Teilnehmer aus aller Welt erfuhren zugleich viel über die Situation in den Kirchen der jeweiligen Länder. Alles in allem erlebte jede und jeder wieder eine einzigartige und wunderbare Gemeinschaft. "Sich zu treffen und über unsere Kirchen und Gemeinden zu sprechen, über Glauben, Liebe und Martin Luther hat in kurzer Zeit eine starke Gemeinschaft unter uns geschaffen - das ist erstaunlich und ich fühle mich gesegnet!" So äußerte sich eine der Teilnehmenden.

Hier sind einige Statements von Teilnehmenden:

"Das gemeinsame Lernen und der Austausch verschiedener Erfahrungen hat mich ermutigt. Ich habe verstanden, dass Christus in Schwestern und Brüdern auf der ganzen Welt wirkt."
 Bischof Kenneth Sibanda von der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Simbabwe                                                                                                                                                      

"Es war überraschend aktuell, die Schriften von Martin Luther zu lesen und vor allem zu diskutieren - es war, als wären die 500 Jahre geschrumpft, weil wir es mit ähnlichen Themen und Problemen in unserer Zeit, in unseren Ländern zu tun haben." Pastorin Lise Palstöm von der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Dänemark       

"Es war wichtig, den Kontext zu bedenken - für die historische mittelalterliche Zeit, aber auch für unsere Zeit und für unsere verschiedenen Kontexte, aus denen wir kamen. Die größte Entdeckung für mich war das Verständnis von Furcht - eine wichtiges Thema sowohl im Mittelalter als auch heute - und Macht - diejenigen, die an der Macht sind, müssen sich für diejenigen einsetzen, die keine Stimme haben."         
Pastorin Triin Käpp von der estnischen evangelisch-lutherischen Kirche

 

"Ich wollte schon immer einige der historischen Lutherstätten besuchen, also war dies für mich eine Art "Pilgerfahrt", bei der ich die Schriften Luthers lesen und die gleichen Orte besuchen konnte, an denen er lehrte, predigte und schrieb.  Gleichzeitig hörten wir auf unseren Exkursionen die Geschichten der in der DDR lebenden Deutschen und wie es für sie war, einen radikalen Wandel in der Wiedervereinigung Deutschlands zu erleben, nicht zuletzt dank der Friedlichen Revolution, die mit dem Gebet der Lutheraner für den Frieden in Leipzig begann.  Diese persönlichen Geschichten zu hören, erweiterte für mich die Bedeutung der lutherischen Stimme in der Welt.“
Pastorin Rebecca Sheridan von der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Amerika

"Obwohl ich schon einmal in Wittenberg war, habe ich viele neue Dinge entdeckt und gelernt. Es mag seltsam klingen, aber ich fühlte mich wie in einem anderen Land, nicht in meinem eigenen. Das - denke ich - ist zum Teil auf die Perspektiven der anderen Teilnehmer zurückzuführen. Sie brachten ihre Bewunderung für die alte Geschichte und den Beginn der lutherischen Kirche ein." 
Annette Kalettka von der Evangelisch-Lutherischen Kirche Sachsens (Deutschland)


Möglicherweise sind diese Eindrücke ermutigend, sich für eines der kommenden Seminare zu bewerben.